In Zukunft lass ich es bleiben

Gewissenhaft wie ich bin, versuche ich immer das umzusetzen was gewünscht wird. Meine Bilder sind halt nicht so farbenfroh und das wird mir auch immer wieder von manchen vor die Füsse geworfen. Wir hängen uns doch kein dunkles Bild hin. Na klar, wenn die Depressivität schon vorangeschritten ist, brauchts natürlich Farbtheraphie, Ach hellt ein oranges, gelbes, rotes  Bild doch die Stimmung  auf. Anstatt einfach meinem Stil treu zu bleiben, bilde ich mir wieder ein, ein rotes Bild zu malen um auch solche Menschen, die nur nach Farben gehen zufrieden zu stellen. Die Rosen die ich von meinem Mann zum Valentinstag bekam hatten so ein irrsinnig schönes Rot und das wollte ich auf die Leinwand bringen. Naja…das Rot der Rosen und dann das Rot auf Leinwand………….ich hasse es mit Farben zu malen, die mir auf der Leinwand zur Zeit nicht gefallen….dementsprechend ist auch das Bild zu bewerten. Ich verschwende jeden Tag wertvolle Zeit mit diesem Bild, um zwanghaft etwas zu malen, das andere von mir fordern. Ich sag euch was, ihr könnt mich mal. Seht euch meine Bilder an oder nicht. Kauft eins oder lasst es bleiben. Ich bleibe meiner Linie und meinem Stil in Zukunft treu. Ich male das was mir gefällt und meine Bilder suchen sich die Menschen und die Menschen suchen und finden meine Bilder. Und dann freue ich mich, wenn das Bild zu einem Menschen kommt, der es auch verdient hat, weil er in dem Bild das selbe erkennt wie ich, nicht nur rot, gelb, grün oder orange sondern KUNST.

Hier die Entstehung von „Rosenrot“ das Rot der Valentinstagsrosen

Atelier 18.02.20162 Atelier 21.02.2016 1Cornelia Hauch Atelier 21.02.2016 2Cornelia Hauch Atelier 21.02.2016 13Cornelia Hauch Ausschnitt 3Ausschnitt 1

Rosenrot Cornelia HauchAtelier 16.02.2016IMG_20160224_185145Atelier 29.02.2016Morgen wird es fertig 🙂

Sag zum Abschied leise Servus

So schön es ist ein Bild zu verkaufen, genau so schmerzhaft kann es sein. Jetzt wird sich jeder denken, was jammert sie denn rum, soll doch froh sein, wenn sie was verkauft. Bin ich ja auch 🙂 aber…..Ein Bild zu malen ist ein einmaliges Erlebnis , auch dessen Entstehung.und letztendlich die Trennung.

Es begann im vergangenen im Urlaub in Pesaro. Wir gingen Nacht`s am Strand spazieren und wie immer habe ich natürlich meine Kamera dabei.

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IMG_0998 Ich denke mir natürlich nicht bei jedem Motiv das ich fotografiere – das male ich. Nein, der Gedanke kommt mir erst, wenn ich die Bilder im Photoshop betrachte. Da entsteht im Kopf mal eine ungefähre Vorstellung. Dann bei der Umsetzung wird entworfen, gewischt, gesprüht, unter Wasser gesetzt das alles schwimmt, übermalt, beobachtet, wieder verworfen, neuer Anfang, Schicht um Schicht entsteht das Kunstwerk .Ãœber Tage, Wochen, manchmal auch Monate (hier steht es manchmal nur rum und ich beobachte es von allen Seiten 😉 ).Das Bild übt eine Anziehung auf mich aus, die ich nicht beschreiben kann. Je nach Stimmung werden viele Emotionen hineingearbeitet – und auch wieder raus 🙂 Bis das Werk dann letztendlich  vollendet ist. Für mich ist ein Bild dann fertig, wenn in mir eine tiefe Zufriedenheit einsetzt. Dieses Gefühl der Zufriedenheit ist so wunderschön. Ich merke im Endstadium wie die Endorphine in meinen Körper Walzer tanzen. Eine Leichtigkeit fängt mich ein und gleichzeitig macht sich Erschöpfung breit. Zeit und Raum existieren nicht mehr. Ich bin in meinem Bild gefangen………..   Anschliessend wird das Werk lange betrachtet, mit einem Glaserl Wein und schöner klassischer Musik. Achtung – Suchtgefahr!!!!

Abschied ist ein bisschen wie sterben sang Katja Ebstein mal in einem Lied und jeder, der irgendwann mal was erschaffen hat, wird mich verstehen, wenn ich zum Abschied leise SERVUS sage………

In Pesaro nachts am Meer Cornelia Hauch Kunst abstrakt In Pesaro nachts am Meer Cornelia Hauch Kunst 2abstrakt In Pesaro nachts am Meer Cornelia Hauch 4Kunst abstrakt